Kooikerhondjes vom Hainesch - Iland

Hundekauf:

Woher soll der kleine Hund denn kommen? 

 

 

Die Herkunft eines Hundes spielt für sein ganzes Leben eine große Rolle. Wächst der Hund in völlig desolaten Zuständen auf, wird er gesundheitliche Probleme haben, an denen er möglicher Weise auch nach sehr kurzer Zeit sterben wird. Überlebt der Welpe die Tortour der ersten Lebenswochen, kommt es sehr häufig zu Spätfolgen. Fehlende Impfungen, fehlende Wurmkuren, Parasiten und miserable hygienische Zustände kann ein so junger Organismus nicht verkraften. Wenn in der Welpenzeit keine gute Prägung stattfindet, der Hund also eben nicht sehr vielen Umwelteindrücken ausgesetzt ist, begleitet dieses Manko den Hund sein Leben lang und die Versäumnisse in dieser Zeit lassen sich nie nachholen. Die Folge sind überängstliche und / oder aggressive Hunde, die ihre Besitzer vor oft unlösbare Probleme stellen, die sich das Leben mit einem Hund eher als Bereicherung vorgestellt haben. Bei einem guten VDH-Züchter wird neben einer einwandfreien, liebevollen und den Welpen fördernden Aufzucht eine hervorragende Auswahl der Zuchttiere stattfinden und die Planung der Deckpartner sehr sorgfältig und unter Kenntnis der genetischen Veranlagung mit nicht zu verwandten Tieren erfolgen. Das ist zwar keine Garantie für gesunde Welpen, aber die Wahrscheinlichkeit von Erbdefekten wird dadurch sehr stark reduziert. Sicherlich gibt es auch unter VDH- Züchtern einige „schwarze Schafe”, aber jeder Welpeninteressent, der sich mit dem Thema des Welpenkaufes ein bisschen auseinander gesetzt hat, wird diese erkennen.

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie uns zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, das der Mensch je gemacht hat.

(Roger Andrew Caras)

So sollte es sein: Mutterhündin und Welpen liegen sauber und warm und werden intensiv betreut

Leider gibt es viel Elend durch das Vermehren von gut verkaufbaren Welpen. Besonders aus Süd- und Osteuropa werden Hunde eingeführt und hier verkauft. Das größte Problem dabei ist, dass es Abnehmer für diese Tiere gibt. Aus Mitleid oder weil sie preiswerter sind werden die kleinen Geschöpfe gekauft. Damit der Niedlichkeitsfaktor noch größer ist, werden sie viel zu früh der Mutter entrissen, die in dunklen Kellern oder kalten Scheunen ihr Dasein als Gebärmaschine fristet und entsorgt wird, sobald sie die Leistung nicht mehr erbringen kann. Jeder, der solch einen Hund kauft, unterstützt damit diese den Tieren schädigende Vermehrung und fördert die weitere „Produktion” von Welpen in miserablen Verhältnissen.

Die Welpen müssen viele Dinge kennen lernen: Drinnen...

...und draußen

Leider gibt es inzwischen in Deutschland wieder eine Zoohandlung, die Welpen anbietet. Diese Hunde leben in diesem Laden in Schaukästen und auch wenn diese Anlage auf den ersten Blick einen ganz ordentlichen Eindruck zu machen scheint, werden diese Tiere unter Verhaltensstörungen leiden, da sie nicht artgerecht aufwachsen. Wo und wie diese Tiere geboren und in den ersten Wochen aufgezogen werden, welche Eltern es hat und ob bei der Auswahl der Zuchttiere auf wichtige Faktoren geachtet wurde die für die Gesundheit des Welpen eine große Rolle spielen, das bleibt unbekannt. Da ein ordentlicher Züchter seine Welpen aber niemals an eine Zoohandlung verschachern würde, ist anzunehmen, dass es bei diesen Welpenangeboten einzig um den Profit geht. Inzwischen belegt eine amerikanische Studie* an der 6070 Hundehalter teilnahmen, dass dreimal so viele Hunde, die aus Zoohandlungen erworben wurden deutlich höhere Aggressionswerte hatten als Hunde von Züchtern. Dieses aggressive Verhalten richtet sich demnach gegen die menschlichen Familienmitglieder. Auch Aggressionen gegen fremde Hunde wurden doppelt so oft registriert wie bei den Hunden aus Züchterhand. Die Studie belegt ebenfalls, dass Hunde aus dem Zoohandel leichter erregbar und „aufgedrehter” sind und mehr Aufmerksamkeit heischendes Verhalten zeigen. Weitere Auffälligkeiten wurden festgestellt.

Die Welpen brauchen Platz zum Toben...

Auch in Belgien gibt es beispielsweise Zoohandlungen, die Hundewelpen im Sortiment haben. Auf Märkten werden Hunde zum Verkauf angeboten oder sogar auf Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus. Der VDH, das zentrale Haustierregister Tasso e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere und Vertreter der Tierärzteschaft haben die beachtenswerte Initiative „Wühltischwelpen - nein danke” gegründet. (www.wühltischwelpen.de) Einen Hund, der einen möglichst 15 Jahre lang begleiten soll und mit in der Familie leben wird, eine Bereicherung sein müsste, den sollte man nicht „mal eben” besorgen und dabei auch nicht am falschen Ende sparen. Für einen Hund aus einer unseriösen Zucht muss man häufig weniger Geld ausgeben als beim VDH-Züchter. Sehr oft wird es dann danach beim Tierarzt aber umso teurer. Der Preis, den der Hund zahlt, ist besonders hoch. Er zahlt mit seiner Gesundheit, Vitalität, Unbeschwertheit und Lebensfreude.

...viel Kontakt zum Menschen - zu kleinen...

...und zu großen

Ich möchte jedem Hundeinteressenten dringend raten, von solchen Käufen Abstand zu nehmen, egal wie süß der Welpe gerade ist, der angeboten wird. Mit der „Rettung” dieses Hundes verursacht man das Elend etlicher, die weiter unter unhaltbaren Zuständen geboren werden. Einen Hund sollte man nur von einem guten Züchter erwerben, sich ruhig bei mehreren melden, sehen wo und wie der Welpe aufwächst, einen Blick auf die Untersuchungsergebnisse der Elterntiere werfen, die Mutterhündin kennen lernen und auch lieber ein bisschen auf den Traumhund warten müssen. Eine gute Alternative können auch Hunde aus einem gut geführten Tierheim sein. Die Mitarbeiter dort sind fachkundig und bemühen sich in der Regel sehr darum, die Hunde gut zu pflegen aber auch zu fördern. Meistens kennen sie die Tiere so gut, dass sie schon einschätzen können, welches Tier in welche Familie passt. Manchmal suchen auch Familien gezwungener Weise ein neues Zuhause für ihren treuen Freund. Das können phantastische Hunde sein, die alle Beteiligten glücklich und zufrieden machen. Ich wünsche allen künftigen Hundebesitzern ein glückliches Händchen bei der Wahl des richtigen Hundes - nur Finger weg von „Wühltischwelpen”!

*US-amerikanische und kanadische Studie - Franklin D. McMillan und James Spendell (Quelle: Info 37 der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung)

Die Mutterhündin ist immer dabei, erzieht ihre Welpen und gibt ihnen Geborgenheit

Für die Welpen der beste Start in die Zukunft

Wir sind Züchter im VDH